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Interview xy

Nachhaltigkeit ist ein umfassender Begriff. Was versteht das KUZ als Forschungsinstitut für die Kunststoffbranche darunter? Die Frage ist tatsächlich sehr interessant, da Nachhaltigkeit im Moment als Modewort sehr heterogen interpretiert wird. Für mich, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KUZ, ist es eine langfristige Orientierung auf „tragfähige Lösungen“ in unserem privaten Umfeld, bei unserer täglichen Arbeit, für die Region, unsere Branchen und die gesamte Gesellschaft. Das betrifft nicht nur die Ökologie, die zweifelsohne im Vordergrund steht, sondern auch die soziale Nachhaltigkeit im Bereich der Arbeitswelt, wo der Erhalt der Arbeitskraft und die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Interessen eine Rolle spielen. Und natürlich betrifft es auch die ökonomische Nachhaltigkeit für das KUZ selbst sowie diejenige unserer Kunden, die dafür sorgt, dass wir langfristig handlungsfähig bleiben. Die ökologische Nachhaltigkeit treiben wir mit einer Vielzahl von Projekten voran, in denen die Ressourceneffizienz verbessert, der Energieverbrauch verringert und der Wiedereinsatz von Kunststoffen begünstigt wird. Hier haben wir die Bedarfe unserer Kunden vor Augen, die zukünftig an ihrem Beitrag zur CO2-Einsparung gemessen werden und denen wir mit verschiedensten Angeboten helfen wollen, ihre Zielsetzung zu erreichen. Aber auch unsere Forschungseinrichtung soll ein Vorbild sein. Wir wollen unseren eigenen CO2-Footprint kurzfristig halbieren und langfristig ebenfalls komplett eliminieren. Die ökonomische sowie soziale Nachhaltigkeit sind Leitplanken unseres Tuns, die wir gemeinsam mit den Mitarbeitern gestalten, sodass die Arbeit Spaß macht – in kreativen und gestalterischen Organisationen aus meiner Sicht essenziell – und das KUZ natürlich im Rahmen seiner Gemeinnützigkeit weiterhin finanziell handlungsfähig bleibt, hoffentlich sogar moderat wachsen kann.