Kleine Teile – Große Herausforderungen

Mikrokunststofftechnik

Die Miniaturisierung vieler Formteile und Baugruppen schreitet unaufhörlich voran. Die Ansprüche an die Produktionsprozesse für Mikroformteile aus Kunststoff steigen in gleichem Maße, denn kleine Abmaße bedeuten höchste Präzision und auch eine besondere Handhabung der kleinen Materialmengen im Prozess. In der Mikrokunststofftechnik geht es um die Beherrschung der Aufbereitung kleinster Materialmengen, die Reduzierung der Verweilzeiten unter Temperaturlast bei empfindlichen Materialien, die Konstanz der Prozessparameter in Mulitkavitäten, die Ressourceneffizienz und Kosteneinsparung bei der Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen und um das adäquate Handling kleinster Bauteile bei Weiterverarbeitungsprozessen.

Unser Applikationszentrum für Mikrokunststofftechnologien (MiKA) bildet die komplette Prozesskette zur Herstellung von Mikroapplikationen ab. In erster Linie verstehen wir uns als Ihr Partner für alle Branchen, in denen mikrokunststofftechnische Lösungen gefordert sind – von der Machbarkeitsstudie im Mikrospritzguss und der Mikrostrukturierung bis zur Serienproduktion. Eine umfangreiche und moderne Ausstattung sowie unser hochqualifiziertes Team von SpezialistInnen stehen Ihnen für die Bearbeitung Ihrer Anforderungen zur Verfügung.

verschiedene Mikroformteile des KUZ

Präzision bei jedem Milligramm

Mikrospritzguss

Mit Formteilgewichten von 1 bis 10.000 Milligramm bedienen wir ein breites Spektrum unterschiedlichster Teileanforderungen im Mikrospritzgießen. Unsere umfassenden Erfahrungen in 1K- und 2K-Technik, vertikalem Mikrospritzguss sowie mit unterschiedlichsten Materialien ermöglichen anwendungsgerechte Lösungen in höchster Qualität von der Machbarkeitsstudie bis zur Serienproduktion.

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Darstellung der Formteilspannungen einer optischen Linse unter polarisiertem Licht - Verbesserung der Eigenschaften durch Spritzprägen - KUZ

Perfekte optische Eigenschaften auf Mikroanwendungen übertragen

Mikrospritzprägen

Insbesondere optische Funktionen unterliegen einer immer stärkeren Miniaturisierung. Ein bekanntes Beispiel aus unserem Alltag ist die integrierte Kamera eines jeden modernen Smartphones. Diese Miniaturisierung wird erst durch hochpräzise kleinste Mikrooptiken aus Kunststoff ermöglicht. Für Mikrooptiken hoher Abbildungsgüte, wie z.B. für anspruchsvolle Applikationen in der Mess- und Medizintechnik, sind Bauteilspannungen häufig schwer zu beherrschen. Innere Spannungen und Molekülorientierungen in spritzgegossenen Kunststoffoptiken verursachen Doppelbrechungseffekte, die zu unerwünschten Polarisations- und damit Transmissionseffekten führen. Hier kann das Mikrospritzprägen qualitative Verbesserungen erreichen.

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mikrofluidische Bio-Chips (Lab-on-a-Chip) gefertigt im Spritzguss - KUZ

feine Details in Spritzguss abformen

Mikrostrukturierung

Herausfordernd bei der Herstellung von Kunststoffformteilen im Spritzguss ist die präzise Abbildung von feinen Strukturen und Konturdetails, wie sie beispielsweise bei mikrofluidischen Lab-on-a-Chip Systemen auftreten. Nutzen Sie das Knowhow des KUZ bei der Abformung von kleinen Konturdetails in Kunststoff. Wir unterstützen Sie bei der Anpassung Ihres mikrofluidischen Designs an die Anforderungen im Spritzguss und bei der Werkzeugkonzeption.

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Mikroextruder für kleine Austragsmengen mit extrudierten Lumen Schlauch - KUZ

Kompaktextruder für die Mikrotechnik und vieles mehr

Mikroextrusion

Das Prinzip der Scheibenplastifizierung in miniaturisierter Form findet bei der Mikroextrusion Anwendung. Es garantiert die notwendige Förderleistung bei sehr guter Schmelzequalität für die kontinuierliche und diskontinuierliche Extrusion für kleine Durchsätze. Im Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ) wurde ein Plastifizierkonzept mit gedrungenen Plastifizierelementen und sehr kleinen L/D-Verhältnisses entwickelt, welches in einem außergewöhnlichen kompakten Extruder umgesetzt wurde. Diese Technik kann derzeit als Kleinmengenextruder für die Mikroprofilextrusion und für die Mehrkomponentenextrusion oder als leistungsfähiger 3D-Druckkopf genutzt werden.

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Mikroprüfkörper zum Test von kleinen Kunststoffchargen - KUZ

Prüfkörper aus kleinsten Materialmengen

Mikroprüfkörper

Sie sind in der Entwicklungsphase eines neuen Materials und möchten dieses schnell und effizient testen? Mit spritzgegossenen Mikroprüfkörpern kann Kunststoff unter sehr präzisen Prozessvorgaben geprüft werden. Die im Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ) entwickelte Mikrospritzgießmaschine „formicaPlast“ erlaubt die Verarbeitung von kleinsten Schussgewichten auch bei verweilzeitsensitiven Werkstoffen. Für ihre Untersuchungen stehen Ihnen im KUZ neben der Prüfkörperherstellung auch alle notwendigen Prüfmethoden zur Verfügung.

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Dazu passende Weiterbildungen

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Dr. Gábor Jüttner

Mikrokunststofftechnik