Elektrische Prüfungen an Kunststoffen

Portfolio und Weiterentwicklung elektrischer Prüfmethoden

Kunststoffteile vereinen in der Elektrotechnik eine zunehmende Anzahl von Funktionen. Funktionalisierte Kunststoff-Bauteile sind dabei unter anderem Isolatoren, Wärmeleitelemente und Userinterfaces. Zum Sicherstellen der bestimmungsgemäßen Funktion und der Sicherheit der Anwendung bedarf es verschiedener Prüfungen. Im akkreditierten Prüflabor widmet sich das KUZ einerseits der Prüfung funktionalisierter Kunststoffteile und andererseits der Weiterentwicklung verschiedenster elektrischer Prüfmethoden in anwendungsorientierten Forschungsprojekten.

Aktuelle Schwerpunkte:

Weiterentwicklung eines Prüfverfahrens zur Kriechstromfestigkeit

Im Portfolio des akkreditierten Prüflabors des KUZ findet sich die Prüfung des CTI Werts bis 600 V nach der DIN EN 60112. Im Zuge der Anwendung von Kunststoffen als Isolatoren in Hochvoltanwendungen wie der Elektromobilität ist diese Begrenzung häufig überholt. Ein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Entwicklung und Qualifizierung eines Kriechstromfestigkeits-Prüfgeräts bis 950 V. Neben der Geräteentwicklung sind dabei ebenso Elektrodendesigns anzupassen. Im Ergebnis können beispielsweise Ladeinfrastrukturen aus Hightech-Kunststoffen sicherer geprüft werden.

Prüfung des CTI-Wertes zur Erfassung der Kriechstromfestigkeit

Weiterentwicklung der Durchschlagfestigkeits-Prüfung

Die Anwendung von Kunststoffen als Isolatoren bedingt die Ermittlung ihrer elektrischen Durchschlagfestigkeit. Während im akkreditierten Prüflabor bereits die Durchschlagfestigkeit von Materialien bis 70 kV gegenüber Gleich- & Wechselstrom nach der DIN EN 60243 gemessen wird, ist die Eignung moderner hochgefüllter Kunststoffe als Wärmeleiter und elektrischer Isolator der Inhalt weiterer Forschungen.

Prüfung der Durchschlagfestigkeit nach DIN EN 60243

Oberflächen- und Durchgangwiderstände von funktionalisierten Bauteilen

Das KUZ bietet akkreditierte Prüfungen der Oberflächen- und Durchgangswiderstände verschiedenster Materialien nach der DIN EN 62631-3-1 an. Aktuelle Forschungen widmen sich zudem dem Monitoring dieser Parameter an hochfunktionalisierten Sandwich-Bauteilen mit migrierenden Antistatika.

Brennbarkeitsprüfungen von Kunststoffgehäusen

Neben der Aufgabe elektrische Anlagen zu isolieren, schützen Kunststoffe auch bei Bränden aufgrund von elektrischen Fehlfunktionen oder Kurzschlüssen vor einem Durchschlagen der Flammen außerhalb des Gehäuses. Das akkreditierte Prüflabor des KUZ bietet dafür die Brandprüfungen nach der UL94- bzw. DIN EN 60695-11-10 Norm, als auch die Glühdrahtprüfungen unter anderem nach der DIN EN 60695-2-12 an.

mehr Infos zu Prüfungen des Brennverhaltens

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