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Neue Prüfung von Rezyklaten nach DIN SPEC 91446 am KUZ

Der Einsatz von recycelten Kunststoffen, sogenannten Rezyklaten, ist der Grundstein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Die eindeutige Kennzeichnung von Rezyklaten und Rezyklatanteilen von Kunststoffmaterialien ist dabei essenziell. Seit Juni 2021 liefert die neue Norm DIN SPEC 91446: 2021-06 umfassende Vorgaben zu Datenmenge und –qualität für die Materialklassifizierung. Nach dieser Norm können Rezyklate ab sofort auch im akkreditierten Prüflabor des KUZ geprüft werden.

Damit ein Downcycling oder Cascading, das heißt eine Wiederverwendung recycelter Kunststoffe für niederwertigere Anwendungen, wirkungsvoll vermieden wird, bedarf es einer definierten und gleichbleibenden Qualität der Rezyklate. Die Norm DIN SPEC 91446 definiert dafür vier Datenqualitätslevel (DQL) zur Charakterisierung von Rezyklaten. Dabei steigt die Anzahl zu charakterisierender Parameter vom DQL 1 bis zum DQL 4 an. Ein nach DQL 4 geprüftes Material ist somit besser definiert als ein nach DQL 1-3 zertifiziertes Material.

Das akkreditierte Prüflabor des KUZ bietet ab sofort die Zertifizierung von Rezyklaten nach den Datenqualitätslevels (DQL) 2, 3 und 4 der DIN SPEC 91446 an. Zur genauen Definition der zu untersuchenden Rezyklatproben nutzt das KUZ-Team mechanische, rheologische, spektroskopische und werkstofftechnische Prüfverfahren. Dr. Christian Schurig, Leiter des akkreditierten Prüflabors am KUZ, betont: „Wir freuen uns, die Firmen bei der Charakterisierung ihrer Materialien zu unterstützen und so die Transformation der Branche hin zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft mitzugestalten.“

Portfolio Kunststoff-Prüfungen

Das KUZ bietet seinen Kunden ein umfangreiches Leistungsspektrum im akkreditierten Bereich. Dazu zählen mechanische, thermische, rheologische, elektrische, optische und Umweltsimulationsprüfungen. Neben standardisierten Prüfungen werden auch Sonderprüfungen insbesondere in Wechselwirkung mit Fragen der Verfahrenstechnik und der Bauteilauslegung durchgeführt. Zusätzlich zu den bewährten Methoden des akkreditierten Prüflabors stehen in der Schadensanalyse weitere Prüftechniken zur Verfügung. Für experimentelle Untersuchungen zur Gewinnung von Informationen über den Schadenshergang kann mittels Mikroskopie, FTIR-Spektroskopie, Thermoanalyse sowie Rheologie und Viskosimetrie intensiv analysiert werden. Zur zerstörungsfreien Bauteilprüfung können Untersuchungen mittels Computertomografie zum Einsatz kommen. 

Überblick Kunststoff-Prüflabor

Kontakt

Dr. Christian Schurig
0341 4941 800
schurig(at)kuz-leipzig.de