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Kunststoff trifft Medizintechnik 2019

Nach dem großen Interesse an der Auftaktveranstaltung 2018 findet am 30./31. Januar 2019 „Kunststoff trifft Medizintechnik 2019“ mit neuen Themen statt. Die Teilnehmer erwartet ein spannendes Tagungsprogramm mit begleitender Fachausstellung.

Unternehmen der Kunststoffbranche -- Verarbeitern, Werkzeugbauern, Material- und Maschinenherstellern -- sowie den Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern für Medizinprodukte werden fachlicher Input und Möglichkeiten zum Austausch, auch als Aussteller, geboten.

Programm

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Ausstellerplattform

Veranstalter ist das Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ) gemeinsam mit den Partnern Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum der Universität Leipzig (BBZ) und dem Cluster für Biotechnologie & Medizintechnik in Sachsen (biosaxony e.V.).

Mit dem Ziel, den Dialog der Unternehmen aus beiden Branchen zu unterstützen und Potenziale zur Zusammenarbeit aufzuzeigen, präsentiert der Veranstalter ein zukunftsweisendes Tagungsprogramm. „Wie bereits bei der sehr erfolgreichen Auftaktveranstaltung 2018 wird ein Raum für produktive Synergieeffekte der Branchen Kunststoffverarbeitung und Medizintechnik geschaffen. Hoher fachlicher Input und vielfältige Möglichkeiten zum Austausch erwarten die Teilnehmer der hochkarätigen Veranstaltung“, betont Dr. Peter Bloß, Geschäftsführer des KUZ. Eine interessante Fachausstellung und Exkursionen zu innovativen Leipziger Unternehmen und akademischen Einrichtungen vervollständigen das spannende Vortragsprogramm.

Theoretische Anforderungen versus Machbarkeit

Bei der anwendungsorientierten Tagung steht die Medizintechnik mit ihrer Wertschöpfungskette im Fokus. Thematisch spannt das Vortragsprogramm den Bogen vom Kunststoff speziell für medizinische Anwendungen über die Verarbeitungstechnik zu hochwertigen medizinisch-technischen Lösungen bis hin zur Messtechnik und Qualitätssicherung. Referenten namhafter Unternehmen aus den D-A-CH-Staaten geben anhand von Best Practice Lösungen spannende Einblicke in ihre Arbeit und zeigen Potenziale und Herausforderungen für die Kunststoffverarbeiter im Bereich der Medizintechnik. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der Kunststofftechnik für die Medizinbranche dargestellt. Die dynamische Entwicklung beider Branchen beflügelt innovative Lösungen für ein breites Anwendungsfeld. Bereits heute besteht mehr als die Hälfte der weltweit hergestellten Medizinprodukte aus Kunststoff.

Medizinisch-technische Lösungen

Für innovative Produkte ist es ein herausfordernder Weg von der Forschung bis zum Inverkehrbringen in den Markt. Neue medizinisch-technische Lösungen eröffnen dabei richtungsweisende Anwendungsfelder. Referenten aus der Forschungslandschaft geben exemplarische Einblicke in die Entwicklung neuer Implantatkonzepte für Augen, Ohren und das Herz-Kreislaufsystem. Der Einsatz von Mikrosystemen in der medizinischen Diagnostik setzt einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt, beispielsweise beim Beschreiten neuer Wege in der Krebstherapie. Für neue Diagnostikverfahren und Einsatzgebiete von Kunststoffen im menschlichen Körper ist es unabdingbar, bereits bestehende Materialien zu modifizieren und für neue Anwendungen anzupassen.

Materialien speziell für medizinische Anwendungen

Kunststoffe für den Einsatz am und im menschlichen Körper unterliegen besonderen Bestimmungen und müssen zu recht sehr hohen Ansprüchen genügen. Je nach Einsatzgebiet und Anforderung, z.B. langlebig, abbaubar oder sterilisierbar, müssen neue einsatzfähige Materialien kreiert oder bereits vorhandene Kunststoffe weiterentwickelt werden. Auch auf diesem spannenden Gebiet teilen die Referenten ihr Wissen und stellen aktuelle Trends auf der Fachtagung vor. Innovationen mit technischen und Hochleistungskunststoffen für neuartige medizintechnische Anwendungen stehen im Fokus, ebenso wie Anwendungsbeispiele für Polycarbonat in der Medizintechnik. Auch Kunststoffe an wiederaufbereitbaren Instrumenten für die minimal-invasive Chirurgie setzen einen Schwerpunkt.

Verarbeitungstechnik

Wie auch bei den Materialien gilt es bei der Verfahrenstechnik bereits vorhandene Standards für die Herstellung medizintechnischer Produkte weiterzuentwickeln und zu modifizieren. Hier geben die Referenten Einblicke wie Verfahren und Workflows beim Spritzgießen von Thermoplasten und Silikonen sowie beim Ultraschallschweißen,  an die medizintechnischen Anforderungen angepasst und auf den Weg zur Medizintechnik 4.0 optimiert werden können. Dabei stehen folgende Fragen im Fokus: Wie trägt Kunststoff zum Patientenwohl bei? Wie begegnet man den Herausforderungen für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Medizinprodukten aus Kunststoff? Wie realisiert man  Prozesse von der Idee bis zur Serienreife? Welche Chancen liegen in der Automation und Digitalisierung? 

Prüfverfahren und Qualitätssicherung

Abgerundet wird die Tagung durch Vorträge zu speziellen Prüfverfahren von Komponenten der Medizintechnik und medizinischen Produkten. Hier stellen die Referenten beispielsweise Koordinatenmesstechnik mit Optik, Taster und Röntgentomografie vor. Auch die Analyse von Polymeren mittels mikro- und nano-mechanischen Charakterisierungsverfahren wird näher beleuchtet. Ziel sind sichere Prüfergebnisse sowie verlässliche Qualitätssicherung.

Attraktives Rahmenprogramm

Parallel zur Vortragsveranstaltung haben Firmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, sich als Aussteller zu präsentieren und intensiv mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Neben der flankierenden Fachausstellung warten am ersten Veranstaltungstag verschiedene Exkursionen zu renommierten Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen in Leipzig auf die Fachbesucher.

Folgende Besichtigungsmöglichkeiten mit Bus Shuttle werden angeboten:  Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ), Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ), ICCAS Innovation Center Computer Assisted Surgery der Universität Leipzig sowie Vita 34 AG.

Im KUZ steht ein Besuch des MiKA - Applikationszentrum für Mikrokunststofftechnologien - auf dem Programm. Zu sehen sind die Herstellung verschiedener Komponenten im Mikrospritzguss und die Fertigung im Reinraum. Auch die zerstörungsfreie Prüfung mit Hilfe der Computertomographie sowie das Ultraschallschweißlabor werden den Teilnehmern demonstriert.

Das BBZ zeigt im Rahmen der Exkursion das große Potential von Kunststoff-Chips in der prädiktiven Diagnostik und Medikamentenentwicklung. Im ICCAS können die Besucher den „Intelligenten Operationssaal“ besichtigen. Und im Gläsernen Labor von Vita 34 erfahren die Exkursionsteilnehmer wissenswertes über die größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum.

Eine Abendveranstaltung mit einem spannenden Vortrag zum Operationssaal der Zukunft aus Sicht eines HNO-Chirurgen mit einem anschließendem Get-together am Buffet rundet die Veranstaltung ab.

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