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Von den Tropen bis in die Sahara am KuZ in Leipzig

       

Wie kommen die Tropen und die Sahara nach Leipzig? Natürlich nicht großräumig, auch wenn die Entwicklung des Klimas das in ferner Zukunft vielleicht ermöglicht. Tropen- und Sahara-Bedingungen schaffen wir in modernen Klima- und Umweltprüfgeräten. Ziel der Umweltsimulation, als Nachbildung der Umwelteinflüsse auf Materialien und Bauteile, ist die praktische Erprobung zu verkürzen oder zu ersetzen, das Entwicklungsrisiko zu verringern und bereits vor der Fertigstellung von Prototypen ausreichende Kenntnisse über die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Komponenten und Teilsystemen zu gewinnen.

Die Umweltsimulation hat sich heute zu einem Fachgebiet entwickelt, das sowohl die eigentliche Simulation als auch die Einwirkung von Umgebungseinflüssen auf die Objekte und deren Rückwirkung auf die Umwelt beinhaltet. Nach der VDI-Richtlinie ist die Umweltsimulation eine Methode zur Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen einem Wirkungsobjekt und seiner Umwelt (VDI 3958).

Umweltsimulation ist interdisziplinär und beinhaltet sowohl natürliche als auch technische oder anthropogene Einflüsse, wie z.B. klimatische Belastungen, Strahlungen, Vibrationen, Staub, chemische Medien oder elektromagnetische Einstreuungen.

Umweltsimulation im Labor
Früher beinhaltete Laborbewitterung häufig eine Sammlung von Extrembedingungen und führte in der Regel zu unrealistischen und überhöhten Anforderungen an die Prüflinge. In der modernen Prüftechnik ist man deshalb dazu übergegangen, realistische und für den konkreten Anwendungsfall maßgeschneiderte Prüfverfahren einzusetzen. Dieses sogenannte „Test Tailoring“ basiert auf der optimalen Korrelation zwischen Laboruntersuchungen und dem realen Einsatz der Erzeugnisse.

Umweltprüfungen im KuZ
Im KuZ stehen Klimakammern, Salznebelkammer, Xenotestgeräte und ein Sonnensimulationsmodul zur Prüfung der Bewitterungsbeständigkeit, Wetterechtheit, Lichtechtheit oder Heißlichtechtheit und den sich daraus ergebenden Folgeprüfungen zur Verfügung. Wir führen Prüfungen nach nationalen und internationalen Normen oder nach Spezifikationsanforderungen und kundeneigenen Vorgaben durch. Als Mitglied der Gesellschaft für Umweltsimulation e.V. (GUS) erweitern wir ständig unsere Fachkompetenz und sind an aktuellen Entwicklungen beteiligt. Neben der Klimasimulation von kleinen Einzelbauteilen bis zu Bauteilgruppen führen wir je nach Anforderung Folgeprüfungen durch. Die Palette reicht dabei von der Farbbeurteilung, der Bestimmung von Kratzfestigkeit und Abriebbeständigkeit über mechanische, rheologische, thermische, elektrische und andere Prüfverfahren und schließt Strukturuntersuchungen ebenso wie Schadensanalysen mit ein.

Unser Leistungsangebot

Kälte

bis -70 °C nach DIN EN 60068-2-1

trockene Wärme

bis 180 °C nach DIN EN 60068-2-2

Temperaturwechsel

DIN EN 60068-2-14, PA-P, 231, DBL 7384-Pkt. 4.19

feuchte Wärme

konstant und zyklisch nach DIN EN 60068-2-30, -2-67, -2-78

zusammengesetzte Prüfung

Temperatur / Feuchte nach DIN EN 60068-2-3,
PV 1200, PV 2005, PR 303.4

Kondenswasserkonstant-klima 

nach DIN EN ISO 6270-2

Salznebelprüfung 

nach DIN EN ISO 9227

Sonnensimulation mit
Metallhalogenidstrahler

bis Bestrahlungsstärke von 1,12 kW/m² nach
DIN 75220, DIN EN 60068-2-5, PR 306.4

künstliche Bewitterung mit Xenonbogen

nach DIN EN ISO 4892-2, DIN EN ISO 11341, DIN EN 15187, VDA 75202, PV 1303, PV 3929, PV 3930, Fiat 50451/01, CN 071033

Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gern bei der Erarbeitung und Validierung von maßgeschneiderten Prüfstrategien für ihr Produkt.


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Bildnachweise: nadine, „Brazil Itatiaia“, Lukas2405, „to day of the sahara“,
CC-Lizenz (BY 2.0); http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de