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Verfahren und Maschine – Alles aus einer Hand!

In der Kunststofftechnik stehen nicht nur die Urformverfahren wie die Extrusion oder das Spritzgießen im Vordergrund. In vielen Anwendungsfällen durchläuft das Produkt eine Fertigungsanlage in der mehrere verschiedene Prozessschritte, wie z.B. Umformen, Stanzen, Schweißen, Bedrucken u.s.w. miteinander gekoppelt werden müssen. Somit werden unterschiedlichste ur- und umformende Verfahren mit Verbindungstechniken kombiniert.

Sonderverfahren zur Fertigung von Kunststoffteilen, wie z.B. das Blasformen, erfordern spezielle Arbeitsabläufe und damit auch spezielle Maschinentechnik. Mit unserem Know-how können wir Sie bei der Entwicklung des Fertigungsverfahrens unterstützen und die entsprechende Maschinentechnik konstruktiv bearbeiten und fertigen.


Blasformanlage für die Herstellung
von Ballonkathetern zur Anwendung
in der Medizintechnik (Fa. ISKIA)

Maßgeschneiderte Anlagen

Das Blasformen, auch Extrusionsblasen oder Hohlkörperblasen genannt, ist eine Methode zur Herstellung von Hohlkörpern und Blasfolien aus Thermoplasten.
Im Normalfall wird dabei kontinuierlich oder auch diskontinuierlich ein Schlauch aus heißem, formbaren Kunststoff aus einem angeflanschten Werkzeug als Vorformling senkrecht nach unten ausgestoßen (extrudiert).Die Materialstärke im Schlauch wird dabei entsprechend der Form des fertigen Werkstücks geregelt.

Koordinierte Fertigung

Anschließend fährt ein Dorn von oben oder unten in den Schlauch ein. Das zu diesem Zeitpunkt noch geöffnete zweigeteilte Werkzeug fährt zu und umhüllt den Schlauch mitsamt dem Dorn. Durch den Dorn wird sodann Druckluft in den Schlauch gepresst, womit dieser aufgeblasen und an die Kontur des Blaswerkzeugs angepresst und abgekühlt wird. Der Kunststoff passt sich so der vorgegebenen Form an und wird fest.

Im speziellen Fall der im KuZ konzipierten Blasformanlage wurden Schlauchrohlinge in einem diskontinuierlichen Verfahren in die Anlage eingelegt, mit einem Heizstrahler auf Verarbeitungstemperatur im Umformbereich erwärmt und danach in einem Formwerkzeug mittels Einleitung von Druckluft in den Schlauch umgeformt.
Der Schlauch wird dabei ausgehend von einer Wandstärke von 0,35 mm auf eine Endwandstärke von 0,03 mm umgeformt.

Komplettlösung von Verfahren bis Maschine

Weitere Beispiele für den Bau von Fertigungsanlagen im KuZ, speziell angepasst auf bestimmte Sonderverfahren:

  • Sondermaschine zur Warm-
    umformung und zum Stanzen und Schneiden von Kunststoff-
    folien
  • Ultraschall-Schweißaufsatz zum kontinuierlichen Verschweißen von Folienbahnen.


Ultraschall-Schweißaufsatz zur Verschweißung von Folienbahnen

Komplexe Systeme

In der momentanen Bearbeitung befindet sich eine Anlage zur Umformung, Schweißung, Prägung und Stanzung eines extrudierten Kunststoffbandes zur Herstellung eines Bewässerungsschlauches, dem patentierten KleWaDrip-Tropfschlauch der Fa. KleWaTec. Es handelt sich hier um einen innovativen selbstreinigenden Tropfschlauch, der druckausgleichend wirkt, d.h. am ersten und letzten Tropfloch liegt exakt dieselbe Wassermenge an. Damit ist er Wasser sparend, im und auf den Boden verlegbar.


Profil des KleWaDrip-Tropfschlauches

Die komplette Fertigungsanlage wird dabei auf den speziellen Anwendungsfall zugeschnitten und von der Gestell- und Werkzeugkonstruktion bis hin zur Auslegung der Antriebs- und Steuertechnik im KuZ konzipiert und gebaut. Damit bieten wir dem Kunden: „Alles aus einer Hand“.


Unsere Leistungen

  • Untersuchung und Beratung zu technologischen Anwendungsproblemen
  • Entwicklung des Verfahrensablaufs
  • Konstruktion der Sondermaschinentechnik
  • Bau, Inbetriebnahme und Einweisung der Sondermaschine
  • Fertigung der Nullserie
  • Technologische Überführung in die Praxis
  • Anpassung und Einbindung in den Fertigungsprozess
  • Modifizierung von Schweißanlagen
  • Bau von peripheren Geräten